Etwa 20 Zuschauer und Anhänger der Spieler vom VfL und Post Gera trafen sich in der Nobitzer Sporthalle um die Meisterschaft der besten Tischtennisspieler Ostthüringens zu verfolgen. Keiner hatte das Kommen bereut, denn neben guten bis sehr guten Leistungen unserer Spieler gab es auch noch hervorragende Platzierungen zu verzeichnen. Unsere Spieler wurden durch die Anfeuerungen und den Applaus der Fan-Gemeinde angesteckt und zeigten teilweise zu fast 100% wozu sie fähig sind.

Nach der Auslosung gab es teils zufriedene Gesichter (Tim, Florian, Sammy, Vincent und Noah). Sie hatten durch ihren Setzplatz Gruppengegner, die ohne Probleme zum Einspielen für die Ko-Runde genutzt wurden.

Nicht zufrieden war vor allem Eric, der als Nummer 9 (er war beim Ranglistenturnier krank!) den späteren Sieger Kasperski (Jena) zugelost bekam. Die Steigerung im Spiel gegen ihn reichte nicht um ihn zu besiegen. Der gleiche Spieler sorgte dann dafür dass er auch noch im Doppel mit Sammy mit Platz 5 ausscheiden musste. Da dies nicht reichte, bekam er in der ersten Ko-Runde auch noch den anderen Finalisten und Ranglistenersten Siebenhaar zugeteilt. Nach taktisch klugem Spiel musste er aber die Überlegenheit von Noah anerkennen. Platz 9 und die Hoffnung noch einen Ersatzplatz bei der Landesmeisterschaft zu erhalten, bleiben.

Laura und Niclas wurden in starke Gruppen gelost, wo ein Weiterkommen nicht zu erwarten war. Niclas zeigte dann wieder einmal seine Stärken als Doppelspieler. Bei immer anderen Spielpartnern erreichte er nach einem Sieg in der ersten Runde Platz 5. Laura zeigte ihre Stärke im taktischen Spiel und in der weiter verbesserten Aufschlaggestaltung. Hatte sie noch in den ersten beiden Spielen knapp verloren, so zeigte sie dann gegen den noch ungeschlagenen Gruppenersten ihr Meisterstück.

Die angriffsorientierte aber auch impulsive Gegnerin musste im 5. Satz mit einer 11:1 Niederlage deprimiert den Tisch verlassen. Klasse Laura!

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Gera und Jena teilten sich die Halbfinalplätze bei den B Schülern. Sammy verlor das von beiden Spielern auf ständigen Angriff ausgelegte Duell gegen SH und freute sich dennoch über einen 3. Platz. Bis zu diesem Spiel hatte er sich in allen Spielen klar durchgesetzt. Auch Noah musste wie zuvor schon Eric (Einzel und Doppel) und Sammy (Doppel) die Überlegenheit von Kasperski anerkennen. Dennoch ist die Leistung des noch C-Schülers (Post Gera)  sehr anerkennenswert.

Bei der Jugend ging es für Tim und Florian problemlos durchs Achtelfinale. Auf Florian wartete dann Luca Haas (Arnsgrün). In einem ausgeglichenen Spiel entschieden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage, und so zog Florian in jedem Satz knapp den Kürzeren. Schlussendlich hatte dies eine 0:3 Niederlage zur Folge. Nichtsdestotrotz gelang ihm eine erneute Qualifikation zur Landesmeisterschaft.

Tim hatte sich mittlerweile auf Betriebstemperatur eingespielt. Jener wusste mit klugem, taktischem Spiel zu überzeugen, nahm seinem Kontrahenten (Bode, Jena) den Wind aus den Segeln und fegte ihn somit regelrecht vom Tisch weg. Diesen Schwung konnte er vorerst auch ins Finale mitnehmen und ging folgerichtig mit 2:0 in Front. Der Turniersieg war zum Greifen nah, jedoch verließ ihn dann auf der Zielgerade das Glück, die Zielstrebigkeit und Präzision. Alexander Mrowka (Jena), Tims Finalgegner, schnupperte schon Oberligaluft und verfügte, auch dadurch bedingt, vielleicht die entscheidende Erfahrung und Cleverness. Daraus resultierte leider eine, wenn auch knappe und schmerzliche, 2:3 Niederlage. Von langen Ballwechseln, über spektakulär herausgespielten Punkten, bis hin zu einfachen Fehlern, bot dieses Spiel alles, was ein Tischtennisherz begehrt.

Im Doppelhalbfinale bekamen es Tim und Florian mit dem Ansgrüner Spitzendoppel Haas/Höfer zu tun. Hierbei kämpften die beiden um jeden Zentimeter, was sich am Ende auszahlte und so gewannen sie mit 3:1. Die Krönung erfolgte im Anschluss, denn nun wurde das Finale ausgetragen.

Bode/Mrowka konnten zwar den ersten Satz für sich entscheiden, dann schlug jedoch die Stunde unseres Traumduos und so konnte das impulsiv und kräftezehrend geführte Spiel, trotz eines weiteren abgegebenen Satzes, mit 3:2 gewonnen werden.

Darauffolgend konnten wir den heißbegehrten Pokal in Empfang nehmen.

Zusammenfassend war es ein Tag, der viele schöne, leider aber auch vereinzelte negative Momente zu bieten hatte.